Geburtsfotografie

Eine fotografische Begleitung und Dokumentation der Geburt.

Mit der Geburt startet ein neuer Lebensabschnitt. Es ist der Tag, der für immer als Geburtstag des Kindes gefeiert werden wird und viele Familien wünschen sich, diesen besonderen Tag zu dokumentieren.

Eine fotografische Geburtsbegleitung hält diese einmaligen Momente fest. Dokumentation hört sich vielleicht sehr sachlich an, man denkt an medizinische Vorgänge und körperliche Abläufe – doch das ist es nicht.

Für viele ist die Vorstellung von Geburtsbildern etwas abstoßendes. Wer möchte schon Bilder von der Geburt. Das gleiche sagte man auch, als in Deutschland die ersten Fotografen von einer Hochzeitsreportage erzählten… wer möchte schon Bilder vom Anziehen und Frisieren. Und heute? Fast alle Bräute schauen sich immer wieder gerne die Bilder ihres Hochzeitstages an und möchten sie nicht mehr missen. Gerade auch die vom getting ready 😉 Warum ist das so? Man selbst bekommt viele Facetten dieses großen Tages gar nicht mit, doch mit den Aufnahmen wurde der besondere Tag als Bildergeschichte festgehalten. Man kann sich manche Bilder lange anschauen, andere wiederum blättert man schneller um, doch alles zusammen ergibt eine Geschichte, die als Erinnerung weitergegeben wird. Die Kinder werden sich später noch darüber freuen, solche Bilder anschauen zu können.

Ich halte mit meiner Kamera die Emotionen fest, die unterschiedlicher an so einem Tag nicht sein könnten. Die Atmosphäre im Geburtsraum, die Verbindung der verschiedenen Personen. Details. Es beginnt mit einer hochschwangeren Frau, mit kräftezehrenden Momenten durch die Wehen, die Unterstützung während der Geburt, durch die Hebamme, den Partner. Das kraftvolle Gebären des Kindes und die Freude darüber es endlich im Arm halten zu dürfen. Ehrfürchtige Männer, die stolz ihre Frau betrachten und ihr Kind sanft willkommen heißen. Vielleicht auch Geschwisterkinder und Großeltern… was auch immer in dieser Zeit passiert.

Mir ist es ein Anliegen dass es schöne, ästhetische Momentaufnahmen werden, die für die Familie als Erinnerung dienen und die Schönheit und Stärke einer gebärenden Frau zeigen.

 

Oft machen ja auch die werdenden Väter einige Bilder während der Geburt oder es wird sogar gefilmt. Viele unterschätzen aber auch die Wichtigkeit ihrer Rolle als unterstützender Partner während der Geburt. Mit einer professionellen Fotografin, kann sich die Familie ganz auf den Moment konzentrieren und alle Familienmitglieder sind später auch auf den Bildern zu sehen.

Sollte eine Geburt doch anders verlaufen als gewünscht und trotz langem, tapferem Kampf wird letztendlich doch per Kaiserschnitt entbunden, können die Mamas oft erst eine Weile nach dem Eingriff ihr Kind sehen und haben die ersten Minuten seines Lebens nicht mitbekommen. Gerade dann können solche Bilder sehr wertvoll für die Mütter sein und auch mit dem Geburtsverlauf versöhnen.

 

 

Wie läuft das organisatorisch, wenn man eine Geburtsbegleitung möchte?

Der Verlauf einer Geburt selbst, lässt sich natürlich nicht planen – eine gute Planung und Besprechung aller Eventualitäten mit den werdenden Eltern und auch der Hebamme im Vorfeld, halte ich daher für sehr wichtig. Sollte die Geburt in einer Klinik stattfinden oder ein geplanter Kaiserschnitt begleitet werden, müssen natürlich noch ganz andere organisatorische Dinge abgeklärt werden.

Spätestens ab dem Beginn meiner Rufbereitschaft, also ab ca. 3 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin, halten wir regelmäßig Kontakt via Textnachrichten oder auch Telefon – je nach Vorliebe. Sobald dann die Wehen einsetzen, bekomme ich Bescheid und je nach Wehenabstand und -stärke, sowie geschätzter Anfahrtszeit – mache ich mich auf den Weg.

Während der Geburt an sich gibt es keinen festen „Plan“, da richte ich mich nach der Atmosphäre vor Ort, den Bedürfnissen der Eltern und dem Geburtsvorgang selbst. Wenn der kleine Mensch geboren ist bleibe ich meist noch ein, zwei Stunden um die erste Untersuchung und ggf. das erste Stillen zu begleiten.

Eine Geburtsbegleitung kann durchaus einige Stunden dauern – je nach Geburtsverlauf und anschließender Kennenlernzeit. Da ich bei sehr intimen Momenten der Familie anwesend sein werde, sollte man natürlich auch darauf achten, dass die „Chemie“ zwischen uns stimmt. Ein frühes Kennenlernen ist mir daher sehr wichtig.

Preislich liegt eine Geburtsbegleitung im Rahmen einer Hochzeitsreportage mit mehreren Stunden. Damit solch ein Wunsch jedoch nicht an finanziellen Engpässen scheitert, biete ich dafür auch gerne Ratenzahlung an.

 

Der Geburtsort

Werdende Eltern machen sich schon lange vor der Geburt Gedanken, wo denn nun der neue Erdenbürger das Licht der Welt erblicken soll. Möglichkeiten gibt es viele. Die einen mögen die absolute Sicherheit und wählen ein Perinatalzentrum (mit Angliederung an eine Kinderklinik), andere wählen eine Klinik mit Beleghebamme, um zu wissen, dass sie ihre bekannte Hebamme während der Geburt dabei haben.

Wer die Möglichkeit möchte, die Geburt selbstbestimmter und privater zu erleben, kann ein Geburtshaus oder einer Hausgeburt wählen. Jede Möglichkeit hat ihre eigenen Vor- und Nachteile. Wichtig finde ich persönlich, dass Frau die Wahl hat. Jede Schwangere sollte die Möglichkeit haben, den Geburtsort zu wählen, bei welchem sie sich sicher und gut betreut fühlt. Nur wenn eine Frau sich sicher fühlt, kann sie sich auf die Geburtsarbeit einlassen und ihr Kind loslassen.

Was nützt das beste Geburtsteam und die sicherste Klinik, wenn die Frau überwiegend alleine und voller Angst gebären soll und am Ende die Geburt im Kaiserschnitt endet, weil die Frau sich nicht öffnen kann. Natürlich ist das nicht in jeder Klinik der Fall – es kommt immer auf die Umstände an. Selbstbestimmt läuft das nicht immer ab, oft wird man entbunden, so wie es das Geburtsteam für nötig erachtet. Das Gute ist aber, sollte es Mutter oder Kind schlecht gehen, sind sie direkt in der Klinik.

Die Generation unserer Eltern kam in den seltensten Fällen in einer Klinik auf die Welt. Eine Hausgeburt war bis Mitte des 20. Jahrhunderts noch normal und üblich. Erst dann wurden Entbindungskliniken ausgebaut und Geburten dort empfohlen. Dadurch wurden vielen Müttern und Kindern geholfen. Frühgeborene hatten früher kaum eine Chance. Kam es zu Komplikationen, starben auch noch Frauen bei einer Geburt. Das ist natürlich eine tolle Entwicklung und ich bin froh, dass es bei uns in Deutschland eine so gute medizinische Versorgung gibt. Man sollte aber auch nicht vergessen, dass eine Geburt keine Krankheit ist, sondern ein natürlicher Prozess, der in den meisten Fällen unkompliziert verläuft.

Bei einem bestimmten Schwangerschaftsverlauf wird immer zu einer Klinikgeburt geraten, dafür gibt es heute auch die Vorsorgeuntersuchungen. Da die meisten Schwangerschaften problemlos verlaufen und damit eine „normale Geburt“ zu erwarten ist, ist die Wahl einer Hausgeburt aber möglich. Ausführliche Infos findet man hier oder bei einer Hausgeburtshebamme.

Ich möchte keine der beiden Seiten bevorzugen, jede Form der Geburt hat ihre Berechtigung und ihre eigenen Vor- und Nachteile, jede Frau muss für sich entscheiden, wo der richtige Geburtsort für sie ist. Ich kenne Krankenhausgeburten aus meinem früheren Beruf und von meiner eigenen Entbindung, aber auch Hausgeburten.

Für eine Frau ist die Geburt des eigenen Kindes eine neue Erfahrung, die sie kaum einschätzen kann und jede Schwangerschaft ist anders. Ist man schwanger, kommt man an eine Entscheidung jedoch nicht vorbei – irgendwann will das Kind raus. Es wird nicht nur ein Kind geboren, sondern auch eine Mutter.

Eine Frau unter Geburt, strahlt eine enorme Stärke aus – sie wird nicht entbunden, sondern sie gebärt ihr Kind. Sie hat den Mut an ihre Grenzen zu gehen und sie schafft das auch – die Begleitung durch eine Hebamme, die sich darauf einlässt und unterstützt ist das wichtigste Instrument, welches eine Frau braucht!

Anbei die Bilderstrecke einer Hausgeburt, welche ich begleiten durfte. In der eigenen vertrauten Umgebung, inmitten der Familie, wurde dieses kleine Menschlein geboren. Selbstbestimmt, kraftvoll und liebevoll durch Hebammen unterstützt. Im Hintergrund noch eine 2. Hebamme zur Unterstützung und auch ein Notfallkoffer, falls er benötigt worden wäre. Die Familie konnte anschließend die Zeit zusammen genießen, während die Hebamme und ich uns verabschiedeten.

Vielen Dank an Kati und Familie und auch an Hebamme Julia Bauer, die Hausgeburten im Saarland begleitet.

Weitere Infos findet man auch hier:

motherhood e.V.