Sechs Fotografen müsst ihr sein!

Frei nach diesem Motto haben die Kinder unseres „Knips-Clubs“, Emma, Selina,  Arne, Florian, Christian und Leon, begleitet von Andrea Alff, Erzieherin in der Kita der Lebenshilfe Saarbrücken, und mir,  in neun Treffen einen Einblick in die faszinierende Welt der Fotografie gewinnen können.

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Die Welt der Fotografie

Unser erster Kurstag stand ganz im Zeichen des Was?, Wozu? und Warum?

Was haben wir für Fotos zu Hause? Wozu brauchen wir Fotos? Und seit wann kann man überhaupt fotografieren?

Diese und ähnliche Fragen stellten wir unseren Kindern und sie konnten sich zur Einstimmung alte schwarz/weiss-Fotografien vergangener Tage angesehen und so den monochromen Glanz der Zeit unserer Urgroßeltern mit knackig modernen Farbbildern vergleichen.

Die ganze Welt im kleinen Ausschnitt des Suchers

Am zweiten Tag durften die Kinder mit selbstgestalteten Pappkameras,  Augenklappen und Pappröhren bewaffnet die Welt erkunden und so einen ersten Eindruck davon bekommen, was es heißt, die Welt durch einen Sucher zu sehen.

Nur das Wichtigste im Bild: Unwichtiges ausblenden

Als letzte Vorbereitung für den ersten großen Praxistag hatten unser Knips-Kids jetzt noch eine wichtige Erfahrung zu machen: was passiert, wenn man an etwas nah heran geht oder sich weit davon entfernt? Wie sieht mein Motiv aus, wenn ich auf dem Stuhl stehe oder ich in die Hocke gehe?

Jedes der Kinder musste ein „perfektes Motiv“ suchen und dieses dann als Bild malen.

Der lange ersehnte erste Praxistag

Mit vielen lustigen Spielen hatten unsere Knips-Kids jetzt erste Einblicke in Bildgestaltung, Bildaufbau und Perspektive erhalten und waren nun bereit für den ersten Praxistag.

Und der startete gleich mit reichlich Technik: mit welchen Geräten kann man Fotos machen? Handykameras, Spiegelreflexkameras, kleine Digitalkameras, Webcams, allerlei Apparate und Apparaturen wurden aufgetischt und konnten ausprobiert werden.Und dann endlich, nach kurzer technischer Einweisung und Anleitung sowie einigen wichtigen Regeln im Umgang mit der Kamera, durften die Kinder erste eigene Fotos machen – und ihre ersten Erfahrungen mit Unschärfe und Verwackeln, und sie lernten, wie wichtig es ist, die Kamera beim Auslösen ruhig zu halten.

Fotos, Fotos, Fotos

Die folgenden Kurstage waren geprägt von Fotopraxis. Treppen, Geländer, Fenster, Kolleginnen und Kollegen, Füße, zumeist die eigenen beim versehentlichen Auslösen, alles wurde fotografiert. Sehr beliebt waren auch Finger, speziell die eigenen, halb auf der Linse, das gibt einen sicheren Halt der Kamera beim Knipsen 😉

Die Hohe Kunst der Nachbearbeitung

Was wäre die moderne digitale Fotografie ohne einen Ausflug in die Nachbearbeitung am Computer? Eine langgezogene Nase hier, eine Beule da, ein Ohr weggestempelt und nun auch noch die Farben verändert. Bilder mit Effekten zu verfremden machte nicht nur Spass, sondern auch deutlich, dass eine Fotografie nicht zwangsläufig auch die Realität widerspiegeln muss.

Also lautet ein Beschluss: Dass der Mensch was lernen muss

Neben all dem Spaß und den teilweise wirklich künstlerisch wertvollen Lichtbildern unserer Knips-Club-Kindern bin ich mir sicher, dass unsere Knips-Kids in den letzten Wochen auch einiges gelernt haben: ihre Umwelt kritischer wahrzunehmen, bewusster zu sehen und ihre Fotos bewusst zu gestalten. Der Einsatz unterschiedlicher Perspektiven, Hoch- oder Querformate sowie Nähe und Ferne haben sie in die Lage versetzt, ihre Umgebung bewusster in Szene zu setzen.

Mit viel Phantasie, Kreativität und Spaß sind tolle Bilder entstanden.

 

Große Knips-Club Fotoausstellung

am 17.09. ab 11 Uhr

lädt die Lebenshilfe Saarbrücken

zur Vernissage

in der Galerie Neuheisel in Saarbrücken ein.

 

Bei der Vernissage „Begegnung und Vernetzung“ werden unter anderem die Bilder unserer Knips-Club-Kids ausgestellt.

Wer an unseren fotografischen Kunstwerken interessiert ist, kann diese auch schon am 16.09. während der Öffnungszeiten der Galerie bewundern. (09:00 Uhr bis 13:00 Uhr und 14:30 Uhr bis 18:30 Uhr)